Aalrutte

Aalrutte

Sie trägt unterschiedlichste Namen: Rutte, Ruppe, Quappe, Aalraupe, Aalquappe oder Trüsche wird sie genannt. In Frankreich heißt sie Lotte und in England Burbot. Aber egal unter welchem Namen, die Aalrutte findet man immer dort wo das Gewässer kühl und schnell fließend ist. Und dort wo sie lebt, weiß man hier hat das Wasser höchste Qualität. Die Aalrutte ist fast in ganz Europa bis hin zum Brackwasser der Ostsee anzutreffen. In Seen ohne Zufluss lebt sie nur selten. Als vorwiegend nachtaktiver Räuber bevorzugt die Aalrutte kühles, sauerstoffreiches Wasser. Während sie in der Jugend eher im flachen Wasser anzutreffen ist, sucht sie im Alter größere Tiefen auf, in Seen bis zu 200 Meter. Am Tag versteckt unter Wurzeln oder anderen Unterständen, zieht sie am Abend aalartig dahin schlängelnd den Gewässergrund vor.

Im Winter bricht sie zu Laichwanderungen stromaufwärts auf. Im Dezember bis Februar laichen die Rutten ab. Größere Exemplare wandern paarweise. In Seen findet der Laichakt in der Tiefe statt. 



Dunkle Schönheit


Die Aalrutte ist in ihrem Aussehen an ihren Lebensraum angepasst. In manchen Gewässern ist sie beinahe schwarz und ohne erkennbare Zeichnung. Im Normalfall zeigt sie eine schöne Marmorierung mit einer gelbgrünlichen Grundfarbe. Die Haut der Aalrutte ist mit sehr kleinen, tief liegenden Schuppen bedeckt. 

Der breite, etwas abgeflachte Kopf des Fisches hat ein leicht unterständiges Maul, das mit Hechelzähnen besetzt ist. Das auffälligste Merkmal ist der einzelne Bartfaden am Unterkiefer. Dieser ist typisch für die Familie der Dorschartigen.

Die erste Rückenflosse der Aalrutte ist kurz, die zweite jedoch lang und bis zur Schwanzflosse reichend. Die kleinen spitz zulaufenden Bauchflossen stehen vor den Brustflossen unter der Kehle und sie werden als Stützen gebraucht.

Die Aalrutte wird zwischen 20 und 40 cm groß. In großen Flüssen und in tiefen Voralpenseen wird sie sogar bis zu 90 cm lang.



Delikatessen


Die Aalrutte ist ein Raubfisch. Jungfische bis 20 cm bevorzugen auf ihren Speisesaal Insektenlarven, Flohkrebse, Wasserassel, Schnecken und Würmer. Mit zunehmendem Alter werden dann Fische, Frösche und Krebse gefressen. Zu den bevorzugten Beutefischen zählen Mühlkoppe, Kaulbarsch, Gründling und Rotauge. Die Aalrutte verschmäht aber keineswegs die eigene Art sowie große Mengen Laich anderer Fische. 

Umgekehrt gilt die Aalrutte als guter Speisefisch, ihre Leber ist eine Delikatesse. An die Angel geht der nachtaktive Fisch nur bei Dunkelheit. Die Fischer bringen deshalb an der Rute ein Glöckchen an, mit dem sich die Aalrutte beim Anbeißen verrät.


Im Angesicht der Aalrutte

28.05.2018

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