Seesaibling

Seesaibling

Auch Rotforelle und Wandersaibling genannt, ist ein Speisefisch, welcher der Familie der Lachsfische angehört. Seit der Eiszeit haben sich vom Seesaibling eine Unzahl von Seepopulationen verbreitet bzw. gebildet. Der Seesaibling bevölkert klare kalte Seen von Island über das nördliche Europa und von Asien bis nach Amerika. In Europa liegen seine südlichstes Verbreitungsgebiete in den Alpen einschließlich der Seealpen und den Pyrenäen. Er ist ein hervorragender Speisefisch und wird sowohl als frisch im See gefangener Wildfisch angeboten oder aber in Aquakulturanlagen gezüchtet.

Elegante, schnittige Form

Gewöhnlich wird dieser Fisch 15 bis 20 cm, manche Exemplare erreichen eine Länge von 75 Zentimeter. Das Gewicht beträgt 0,3 bis 10 Kilogramm. Die Färbung des Seesaiblings ist je nach Lebensraum unterschiedlich, meist blaugrün, graugrün oder braun. Die Flanken sind mit hellen, oft roten bis orangefarbenen Punkten überzogen. Charakteristisch für alle Seesaiblinge ist ihr weißer Saum auf Brust-, Bauch- und Afterflosse. Typisch sind auch die kleinen Schuppen und die tiefe Maulspalte, die bis hinter die Augen reicht. Der Speisefisch besitzt einen lang gestreckten torpedoförmigen Körper – mit zunehmendem Alter werden sie hochrückiger. Und da ein Seesaibling bis zu 40 Jahre alt werden kann, geht dieser alles etwas ruhiger an. 

Fortpflanzung

Ihre Geschlechtsreife erreichen Seesaiblinge – je nach Populationsart – zwischen 2 und 6 Jahren. Bei den nahe verwandten arktischen Wandersaiblingen gibt es Arten, die vom Meer über die Flüsse bis in die höher gelegenen Seen wandern um dort zu laichen. Der Seesaibling hat diese Lebensgewohnheit größtenteils abgeändert, denn sie laichen zumeist in „ihrem“ See. Nur manche Populationen laichen in Zuflüssen. Gelaicht wird im Herbst auf den Stein- und Kiesgründen der Seen, wobei speziell die Männchen durch die intensive orange Färbung der Bauchseiten auffallen. Der Durchmesser eines abgelegten Eies beträgt drei bis vier Millimeter. Das Weibchen legt ungefähr 3.000 bis 4.000 Eier pro kg Körpergewicht. Bis aus dem Ei ein junger Fisch schlüpft, können bis zu 100 Tage vergehen. Die Larven ernähren sich zuerst von tierischem Plankton, Jungfische fressen auch Insektenlarven und Würmer. Einige erwachsene Seesaiblinge stellen danach ihre Ernährung um und bevorzugen Fische, was ihnen einen deutlichen Wachstumsvorsprung bringt.

Fisch des Jahres 2005

Im Jahr 2005 wurde der Seesaibling in Österreich zum Fisch des Jahres gekürt. Diese Auszeichnung soll auf Fischarten hinweisen, deren Bestand besorgniserregend abnimmt. Als Ursache dafür können Besatzmaßnahmen mit gewässerfremden Arten oder Stämmen angeführt werden, welche oft aus fischereilichen Überlegungen heraus durchgeführt werden und sich aufgrund erhöhter Konkurrenz negativ auf die heimischen Bestände auswirken können. Da er auch bei Anglern sehr beliebt ist steht er oftmals unter starkem Befischungsdruck.

 

Quelle: Vinzen Bammer BAW, Wikipedia, OEKF, Fischereiverband, LFVOOE, Fischlexikon, Luontoportti, Forelle, Lucky Lures, Lebensministerium, Nockberge


Seesaiblinge

24.03.2017

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