Das versteckte Wasser

Stapel mit bunten Jeans

Körperpflege, Trinken, Wäsche waschen - all diese täglichen Dinge verbrauchen Wasser, das wir mehr oder weniger wahrnehmen. Doch viele Produkte benötigen eine Menge an Wasser, obwohl wir dabei nicht einmal den Wasserhahn aufdrehen müssen. Dieses Wasser wird verstecktes oder virtuelles Wasser genannt.

Was ist virtuelles Wasser?

Mit virtuellem Wasser ist jenes „versteckte“ Wasser gemeint, das zur Herstellung von Produkten verwendet wird. In 1 kg Orangen stecken 560 Liter Wasser und hinter 1 kg Nektarinen stehen 910 Liter virtuelles Wasser. In 1 kg Käse sind 3.200 Liter Wasser verborgen und in einem Kilogramm Butter 3.300 Liter Wasser. Während hinter einer Tasse Tee nur 27 Liter Wasser aufgewendet werden, stehen hinter einer Tasse Kaffee 132 Liter Wasser. Für die Produktion eines Smartphones wird  910 Liter Wasser benötigt. Noch wasserintensiver ist die Herstellung eines durchschnittlichen PKWs mit 400.0000 Liter Wasser.

Wenn der nationale Verbrauch von Wasser betrachtet wird, können erstaunliche Unterschiede festgestellt werden. Die USA haben den höchsten täglichen Pro-Kopf-Wasser-Fußabdruck auf der Erde mit 7.800 Litern. In Österreich verbrauchen wir hingegen täglich rund 4.000 Liter Wasser pro Kopf. Davon fallen nur etwa 135 Liter für den direkten Wasserverbrauch wie Duschen oder Kochen an, der Rest „versteckt“ sich in den Produkten unseres Alltags – von der Tasse Kaffee bis zum T-Shirt.

Tipps für einen kleinen Wasser-Fußabdruck

Da der Wasserverbrauch auf der Erde enorm ist, ist es wichtig, dass du deinen eigenen Wasser-Fußabdruck im Blick behältst. Wie? Kaufe saisonales Obst und Gemüse und bevorzuge Produkte aus deiner Region, damit die Transportwege möglichst kurz sind. Es ist auch wichtig, dass du bewusst einkaufst, denn weniger ist oft mehr.

Wie viel Wasser sich in weiteren Produkten des Alltags verbirgt und was ihr noch tun könnt, seht ihr in diesem Video.

01.12.2017

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