Was Weihnachten und Wasser miteinander zu tun haben

Weihnachtsbaum mit Schmuck

Weihnachten und Wasser – die beiden Themen hängen enger zusammen, als man vielleicht glauben möchte. Lest mehr in unserer heutigen Webstory: 

 

Fisch als traditionelles Weihnachtsessen

Schon ein Blick in die kulinarische Ecke zeigt: Wasser spielt in der Weihnachtszeit eine wichtige Rolle. In vielen Regionen, vor allem in Mittel- und Osteuropa, wird zu Weihnachten nämlich üblicherweise Fisch serviert.

Diese Tradition hat ihren Ursprung im Christentum, wo der Advent lange als Fastenzeit gesehen wurde. Somit war der Verzehr von Fleisch ausgeschlossen. Auf diese Weise etablierte sich Fisch als spezielles Fastengericht am Vorabend des Weihnachtstages. Der Fisch ist seit jeher ein wichtiges Symbol im Christentum -  das griechische Wort für Fisch ist „ichthys“ (iχθύς), was in den Anfangsbuchstaben die Formel „Jesus, Christus, Gottes Sohn, Erlöser“ enthält. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde der Fisch zum traditionellen Weihnachtsmahl.

In Österreich wird häufig Karpfen als Hauptgericht für den 24. Dezember gewählt. Zum Süßwasserfisch gibt es auch eine interessante Legende: Lange Zeit glaubte man, dass es Glück brächte, eine Schuppe des Karpfens mit sich zu tragen. Angeblich würde es dem Träger oder der Trägerin im kommenden Jahr zu einem Geldsegen verhelfen. Vermutlich entstand dieser Glaube aufgrund der münzähnlichen Form der Schuppen.

Für diejenigen, die noch nicht genau wissen, wie sie den Karpfen am Weihnachtsabend richtig zubereiten sollen, haben wir am Ende des Textes ein Rezept vorbereitet!

 

Wasserkübel neben dem Christbaum

Auch in Bezug auf den Christbaum darf das Wasser nicht vergessen werden. Um den Baum nämlich möglichst lange frisch zu halten, empfiehlt sich, ihn in einen Behälter mit Wasser zu stellen. Mittlerweile sind Baumständer inklusive Wasserbehälter leicht zu bekommen, der Wasserstand sollte man dabei regelmäßig überprüfen.

Auch damit der besinnliche Weihnachtsabend nicht in einer Tragödie endet, ist es ratsam, einen Kübel Wasser in der Nähe des Baumes aufzubewahren, sofern echte Kerzen verwendet werden. Ein trockener Baum kann nämlich binnen weniger Sekunden komplett in Flammen stehen.

 

Weihwasser

Zum Schluss muss auch das Weihwasser erwähnt werden. Dieses ist im Christentum das ganze Jahr über von Bedeutung, auch zu Dreikönig spielt es eine wichtige Rolle. Weihwasser gilt als Zeichen des Lebens und der Reinigung und erinnert uns an die Taufe. Am Dreikönigstag, dem 6. Jänner ziehen traditionellerweise die Sternsinger umher und segnen die Häuser. Dabei schreiben sie den Dreikönigs-Spruch (C + M + B) mit Kreide über die Türen, einige Familien segnen ihr Heim an diesem Tag gerne auch zusätzlich mit Weihwasser.   

 

GEBACKENER WALDVIERTLER KARPFEN:

Karpfen-Rezept: (aus „Die 100 klassischen Gerichte Österreichs“):

Zutaten für 4 Portionen:

800g Karpfenfilet

2 Eier

Salz

etwas Mehl, glatt

Semmelbrösel zum Panieren

Öl zum Backen

Zitronenspalten und Petersilie zum Garnieren

Methode der Zubereitung:

Haut in kurzen Abständen einschneiden, Karpfenfilet in ca. 6 cm breite Stücke portionieren. Kräftig salzen, auch in den Schnittstellen, in Mehl, verschlagenen Eiern und Semmelbröseln panieren.

In heißem Öl schwimmend beidseitig langsam goldbraun backen (ca. 13 Minuten).

Aus dem Fett heben, mit Küchenkrepp abtupfen. Garniert anrichten.

Beilagenempfehlung: Vogerlsalat und Erdäpfel.

Dazu können die hochqualitativen Erdäpfel aus Österreichs Genuss-Regionen empfohlen werden (Waldviertel Erdäpfel, Lungauer Eachtling, Oberinntaler Erdäpfel, Osttiroler Kartoffel, Sauwald Erdäpfel, Weinviertler Erdäpfel).

04.07.2018

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