Das kühle Nass – Muse der KünstlerInnen

Wassergemälde

Wasser ist der Ursprung allen Lebens und so ist es auch in der Kunst in vielerlei Formen präsent. Von MeisterInnen des Impressionismus wie Claude Monet oder Berthe Marie Pauline Morisot bis zu Pop-Art-KünstlerInnen wie Keith Haring, sie alle beschäftigten sich mit unserem wichtigsten Lebensmittel: Wasser.

Wasser in der Malerei

Für die MalerInnen der letzten Jahrhunderte war Wasser eine Inspirationsquelle und daher auch ein beliebtes Motiv. So unterschiedlich und wechselhaft die Gewässer sind, so unterschiedlich ist auch die Darstellung in den Bildern. Auf der einen Seite wird das Motiv Wasser oft als Symbol des Werdens und Veränderns verwendet, auf der anderen Seite steht es aber auch für die Gefahr und die Unbezwingbarkeit von Naturgewalten. Die uralte Angst vor der zerstörerischen Seite des nassen Elements zeigt sich in unzähligen Darstellungen von Wasserwesen, wie riesige Fische oder Wale, aber auch von Fabelwesen, die Schiffe in den Tod stürzen. Nicht zuletzt steht die unfassbare Weite des Meeres als Symbol für die Unendlichkeit des Todes und des Jenseits. Das Meer bedeutet in vielen Kunstwerken nicht nur Unglück, sondern ist auch eine Verheißung auf Abenteuer und exotische Länder. Neben Motiven der aufgewühlten See gibt es in der Malerei aber viele Darstellungen von ruhigeren Gewässern. So gibt es vor allem im Impressionismus und der Landschaftsmalerei zahlreiche Werke mit idyllischen Seerosenteichen oder sprudelnden Bächen, die sich durch die Landschaft schlängeln.

Wasser und bildende Kunst

Wasser ist auch ein großes Thema in der Architektur: Brunnen, Brücken, Stege sind nicht nur Nutzbauwerke, sondern werden teilweise kunstvoll von ArchitektInnen entworfen. Manche werden wegen ihrer Einzigartigkeit zu beliebten Sehenswürdigkeiten, wie etwa die London Bridge oder der Neptunbrunnen in Schönbrunn.

Wasser kann aber auch selber aktiv Kunstwerke schaffen, wie beispielweise in der sogenannten „Land Art“. Bei der in den 1960er Jahren entstandenen Kunstrichtung arbeiten KünstlerInnen mit verschiedensten Materialien aus der Natur, aber auch künstlich hergestellten Stoffen, wie zum Beispiel massiven Betonklötzen, um verschiedenste Skulpturen zu erschaffen. Die Kunstwerke sind stets der Witterung ausgesetzt und werden so durch verschiedenste Formen von Wasser, wie Regen und Schnee, immer weiter verändert.

Wasserkunst zum Selbermachen

Dabei kannst auch du zur „Land-Art“-Künstlerin oder zum „Land-Art“-Künstler werden: Schnapp dir beim nächsten Ausflug Steine, Stöcke, Blätter oder was du in der Natur findest und gestalte dein eigenes Kunstwerk. Komm dann eine Woche später wieder und sieh nach, wie sich deine Skulptur durch das Wetter verändert hat.

Oder du übst dich mit einem Glas Wasser und Wasserfarben in der Aquarell-Malerei und lässt deiner Fantasie auf dem Papier freien Lauf. Am besten du achtest hier darauf, dass du naturfreundliche Wasserfarben benutzt. Lass dich am besten in einem Bastelfachhandel beraten!

08.05.2018

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