Äsche

Äsche

Das Verbreitungsgebiet der Europäischen Äsche erstreckt sich über weite Teile von Europa. Jedoch gibt es einige europäische Länder, wie beispielsweise Norwegen oder Dänemark, in denen die Äsche nicht wild lebend vorkommt. Äschen bevorzugen ein Leben in schnell fließenden Gewässern, weshalb sie häufig in Bächen und kleinen Flüssen zu finden sind. Äschen sind gegen Wasserverschmutzung empfindlich, deshalb besiedelt sie hierzulande klare, schnell strömende und sauerstoffreiche Fließgewässer.

Dreimal Fisch des Jahres

In den Jahren 2002, 2011 und nun auch für das Jahr 2021 wurde die Äsche in Österreich zum Fisch des Jahres gekürt. Mit diesem Preis wird einerseits auf die Gefährdung des jeweiligen Fischbestandes hingewiesen. Andererseits soll die jährlich stattfindende Preisverleihung die Ursachen für diese Gefährdung vor Augen führen. Die Äschen sind in vielen Gewässern stark bedroht, da ihre Lebensräume zerstört werden. Zum Beispiel verhindern Querbauwerke Nahrungs- und Laichwanderungen oder Kormorane fressen die Äschenbestände auf. Außerdem setzt die zunehmende Gewässerverschmutzung den Äschen zu.

Das äußere Erscheinungsbild der Äsche

Durchschnittlich wird eine Äsche 30 bis 50 cm lang und 0,3 bis 1 kg schwer. Nur wenige erreichen die Maximallänge von 60 cm und das Maximalgewicht von 3 kg. Die Äsche gehört zur Familie der Lachsfische. Wie es sich für diese Fischart gehört, besitzt auch die Äsche eine Fettflosse. Ein weiteres optisches Merkmal ist ihre markante fahnenartige Rückenflosse, die mit zunehmendem Alter immer größer wird. Die Äsche besitzt einen lang gestreckten, seitlich etwas abgeflachten Körper mit einem verhältnismäßig kleinen Kopf. Meistens ist der Rücken grau-grün gefärbt, der Bauch hingegen silbrig-weiss. In der Laichzeit verfärbt sich die Äsche dezent rötlich. Auf den Flanken und der Rückenflosse gibt es ungleichmäßig verteilte dunkle Flecken. Das Maul der Äsche ist leicht unterständig. Gefüttert wird dieses bei der Europäischen Äsche vorwiegend mit Insekten, Würmern und Schnecken. Größere Exemplare fressen gelegentlich auch Fischbrut, sowie Jungfische.

3000 bis 7000 Eier in einer Laichgrube

Die Fortpflanzung findet vor allem in den Monaten März bis Mai statt. Während dieser Jahreszeit wandern die Äschen zumeist kurze Strecken zu ihren Laichplätzen. Diese befinden sich im schnell strömenden seichten Wasser über Kiesbetten. Das Weibchen schlägt an einer seichten, überströmten Kiesbank eine Laichgrube aus und hinterlässt dort 3000 bis 7000 Eier, die sie nach der Befruchtung durch das Männchen wieder mit Kies bedeckt. Während der Laichzeit bewachen die Männchen die Laichplätze. Dabei kommt es nicht selten zu grausamen Gebietskämpfen mit Eindringlingen. Nach 3 bis 4 Wochen schlüpfen die jungen Äschen. Ihre Geschlechtsreife erreichen die Männchen mit einem Alter von zwei bis vier Jahren. Die Weibchen sind erst ab drei oder vier Jahren geschlechtsreif.


 

Quellen: kis.ktn.gv.at , royal-flyfishing.com , dicht-am-fisch.de , fischlexikon.eu , derstandard.at , oekf.at , fische-arten.de

 


Fische-Äsche

11.11.2020

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