Frühlingserwachen am Wasser

Frühlingsboten

 

Die Tage werden länger und schön langsam klettern auch die Temperaturen immer weiter nach oben. Nicht nur wir Menschen werden zu dieser Jahreszeit wieder aktiver. Auch die Natur erwacht zu neuem Leben. Wir haben uns angesehen, was sich im Frühling im und am Wasser so alles tut.

 

Frühlingsboten

Schneeglöckchen und Winterling gehören zu den ersten Pflanzen, die den Frühling ankündigen. Bereits Ende Jänner findet man sie vereinzelt. Im Februar und März gesellen sich je nach Standort die anderen Frühblüher wie das Leberblümchen oder das Scharbockskraut hinzu. Im April füllt dann der Knoblauchduft des Bärlauchs ganze Wälder. Aber Vorsicht: beim Pflücken des Bärlauchs unbedingt aufpassen. Es besteht eine starke Ähnlichkeit zu den Blättern der Maiglöckchen und diese Pflanze gilt als sehr giftig und darf nicht verzehrt werden.

Die Tierwelt erwacht

Fische überstehen den Winter, indem sie über die kalten Monate hinweg ihr Energielevel sehr stark zurückschrauben und sich nah am Grund aufhalten. Einige Fischarten graben sich sogar in den Boden ein und verbringen so ihren Winterschlaf. Vor allem bei Gartenbiotopen ist darauf zu achten, dass die Tiefe mindestens 80 bis 100 cm beträgt. Ansonsten könnte der ganze Teich bis zum Grund einfrieren und das würden die Fische nicht überleben. Mit steigender Temperatur des Wassers im Frühling werden auch die Fische wieder aktiv.

Auch ein paar wenige Froscharten und Molche überwintern am Grund von Gewässern. Die meisten Amphibien haben jedoch eine andere Strategie. Sie suchen sich für die kalte Jahreszeit ein geschütztes, feuchtes Plätzchen nahe einem Gewässer, gerne unter Wurzeln oder Steinen. Haben sie einen geeigneten Ort zum Überwintern gefunden, fallen sie in die Winterstarre: Das bedeutet, dass all ihre Körperfunktionen im „Standby-Modus“ sind. Der Herzschlag verlangsamt sich, die Atmung ist kaum noch bemerkbar. Mit Beginn des Frühlings legen Frösche dann ihre Eier. Die Eiablage erfolgt immer in stehenden Gewässern (in Tümpeln, am Rand von Teichen) – man nennt das Froschlaich. Von April bis Mai schlüpfen daraus dann Kaulquappen. Molche erwachen aus ihrem Winterschlaf sobald der Boden frostfrei ist. Dann wandern Teichmolche zu ihren Laichgewässern, um ihre Eier dort abzulegen. Ihre Laichzeit dauert von März bis Juni.

Somit heißt es bei der nächsten Wanderung Ausschau halten, was sich in der Tier- und Pflanzenwelt aktuell alles tut. Viel Freude beim Entdecken!

07.05.2020

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