Mehr Natur für unsere Flüsse

Traisenmündung beim Donaukraftwerk Altenwörth

Intakte Gewässer sind für uns alle von großer Bedeutung. Sie bieten nicht nur Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen, sondern sind auch für uns Menschen enorm wichtig. Im Laufe der letzten Jahrhunderte kam es jedoch immer wieder zu Eingriffen in die Natur. So wurden Fließgewässer beispielsweise vielfach begradigt und in ihrer flächigen Ausdehnung eingeschränkt. Um diese negativen Auswirkungen einzudämmen, stellt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus laufend Projektförderungen zur Verfügung, damit Flusslandschaften erfolgreich renaturiert werden können und so, wertvoller Lebensraum nachhaltig gesichert wird. In unserer Webstory „200 Millionen Euro für Gewässerökologie in Österreich“ findet ihr detaillierte Infos zu den Förderungen.

In dieser und in zukünftigen Webstories wollen wir euch nun einige konkrete Renaturierungsprojekte genauer vorstellen. Den Anfang macht das Projekt LIFE+ TRAISEN.

LIFE+ TRAISEN – Österreichs größtes Renaturierungsprojekt

Im Rahmen des Projekts LIFE-Traisen konnte gemeinsam mit VERBUND und Projektpartnern der begradigte Mündungsbereich der Traisen beim Kraftwerk Altenwörth über eine Länge von fast 10 Kilometern in eine vielfältige Au-Landschaft verwandelt werden.

Der alte Flusslauf der Traisen bot wenig Lebensraum für typische Tiere und Pflanzen und war mit der umgebenden Landschaft und den Augewässern nicht verbunden. Durch Schaffung eines neuen, mäandrierenden Flussbetts wurde neuer Lebensraum geschaffen. Mäander ist die Bezeichnung einer Flussschlinge in einer Abfolge weiterer Flussschlingen.

  • Die entstandene Gewässervielfalt im Übergangsbereich zwischen Wasser und Land mit Mäandern, Uferstrukturen und Tümpeln stellt eine große Bereicherung der Au dar. Bestehende Biotope, wie z.B. seltene Trockenrasenflächen wurden erhalten und integriert.
  • Die fischpassierbare Vernetzung des Augebiets und einzelner Augewässer mit dem neuen Traisenfluss und der Donau zeigt eindrucksvolle Erfolge. Die neue Traisen hat eine erstaunliche Fisch-Vielfalt. Ein kapitaler Huchen mit 113 cm Länge ist einer von vielen Beweisen dafür, dass die Fische die neue Traisen bereits erobert haben.
  • In mühevoller Kleinarbeit gelang es, das gesamte Projektgebiet von Kampfmitteln aus dem 2. Weltkrieg zu säubern und für die Bevölkerung zugänglich zu machen. Von der neuen Traisen profitieren nicht nur Seeadler und Huchen, sondern auch die Menschen der Region.

Nähere Informationen und Zugang zur vollständigen Broschüre „Mehr Natur für unsere Flüsse“ erhältst du hier.

27.08.2020

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