Auf der Donauinsel gibt es etwas Besonderes zu entdecken: Europas erste schwimmende Aufzuchtstation für Störe. Sie ist Teil des Artenschutzprojekts LIFE „Boat4Sturgeon“ und hilft dabei, die selten gewordenen Donaustöre wieder in ihrem natürlichen Lebensraum anzusiedeln.
Vom Frachtschiff zum Lernort
Die Station befindet sich auf einem früheren Frachtschiff, das komplett umgebaut wurde. Heute leben dort junge Störe in verschiedenen speziell dafür eingerichteten Becken – zum Beispiel in Rundbecken oder langen Strömungsrinnen. Durch die ständige Zufuhr von echtem Donauwasser wachsen die Fische unter sehr natürlichen Bedingungen auf. So werden sie bestens auf ihr späteres Leben im Fluss vorbereitet.
Bis 2030 sollen mehr als 1,6 Millionen junge Störe heranwachsen und anschließend in die Donau eingesetzt werden. Die Station ist damit ein wichtiger Beitrag zum Schutz einer vom Aussterben bedrohten Fischart.
Zusammenarbeit für die Natur
Viele Organisationen arbeiten gemeinsam an diesem Projekt mit. Dazu gehören unter anderem die Universität für Bodenkultur (BOKU), das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz (BMLUK) sowie internationale Partner aus mehreren Donauländern. Finanziert wird der Großteil durch das EU-LIFE-Programm, das Umweltprojekte in Europa unterstützt.
Führungen für Schulklassen
Die schwimmende Aufzuchtstation ist auch ein spannender Lernort für Kinder und Jugendliche. Bei Führungen speziell für Schulklassen erfahren die Schüler:innen:
wie Störe leben und warum sie bedroht sind
wie Biolog:innen auf dem Schiff arbeiten
wie moderne Aufzuchtanlagen funktionieren
und warum Artenschutz für unsere Flüsse so wichtig ist
Ab Frühjahr 2026 werden die Führungen wieder angeboten. Details dazu finden sich auf der LIFE Boat4Sturgeon Website.







Fotos: © Raffeiner Reputation/APA-Fotoservice/Reither