Die Äsche ist ein besonderer Fisch. Sie lebt in sauberen, kühlen Flüssen und ist an ihrer großen, segelartigen Rückenflosse leicht zu erkennen. Früher kam sie in vielen Gewässern Österreichs vor. Heute ist sie jedoch selten geworden.
Warum braucht die Äsche Hilfe?
In den vergangenen Jahrzehnten haben sich viele Flüsse verändert. Kraftwerke, Wehre und andere Eingriffe erschweren es Fischen, geeignete Lebensräume zu finden. Auch die steigenden Wassertemperaturen setzen der Äsche zu.
Der Mittlere Kamp im Waldviertel bietet noch gute Bedingungen für diese Fischart. Trotzdem kann die Äsche nicht von selbst dorthin zurückkehren. Deshalb unterstützen Wissenschaftler:innen der BOKU Wien ihre Wiederansiedlung.
Ein Fischkindergarten am Kamp
In Steinegg am Kamp werden Äscheneier in einem speziellen Brutcontainer mit frischem Flusswasser aufgezogen. Die jungen Fische wachsen dort unter naturnahen Bedingungen heran, bevor sie im Kamp ausgesetzt werden.
Beim jährlichen Äschentag können Besucher:innen einen Blick in den Brutcontainer werfen und mehr über die Lebenswelt der Fische erfahren. Besonders für Schulklassen gibt es viel zu entdecken: Wie leben Fische? Warum sind naturnahe Flüsse wichtig? Und wie können wir Gewässer schützen?
Die ersten Erfolge sind bereits sichtbar. Es gibt Hinweise darauf, dass sich die ausgesetzten Äschen im Kamp gut entwickeln. Das macht Hoffnung, dass die Äsche in Zukunft wieder ein fester Bestandteil der Tierwelt im Kamp sein wird.
Schon gewusst?
🐟 Die Äsche wird manchmal auch „Thymianduftende“ genannt, weil frisch gefangene Fische einen Duft haben können, der an Thymian erinnert.
💧 Äschen brauchen sauberes, sauerstoffreiches Wasser.
🌿 Naturnahe Flüsse sind wichtige Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten.