Kann man Regenwasser trinken?

April, April! Der Frühling zeigt sich oft von seiner wechselhaften Seite: Ein Moment Sonne, kurz darauf ein Regenschauer. Viele nutzen diese kostenlosen Wassergaben der Natur und sammeln Regenwasser in der Regentonne – zum Beispiel, um damit Blumen und Pflanzen zu gießen. 

Doch eine Frage taucht immer wieder auf: Kann man Regenwasser eigentlich auch trinken? Wir klären auf!

Natürlich, aber nicht automatisch sauber

Auf den ersten Blick wirkt Regenwasser sehr rein. Schließlich fällt es direkt aus den Wolken. Tatsächlich ist es aber nicht automatisch Trinkwasserqualität.

Schon auf seinem Weg durch die Luft kann Regen Wasserpartikel aus der Atmosphäre aufnehmen – etwa Staub, Feinstaub oder andere Luftschadstoffe. Wenn das Wasser anschließend über Dächer, Dachrinnen oder durch Sammelsysteme in die Regentonne fließt, können noch weitere Stoffe dazukommen, zum Beispiel:

  • Schmutz und Staub vom Dach

  • Blätter oder Pflanzenreste

  • Vogelkot

  • Mikroorganismen wie Bakterien

Deshalb gilt: Regenwasser aus der Regentonne sollte man grundsätzlich nicht trinken.

Wofür Regenwasser perfekt ist

Auch wenn es kein Trinkwasser ist, hat Regenwasser viele sinnvolle Anwendungen. Gerade im Garten ist es ein echter Schatz. 

Regenwasser eignet sich besonders gut für:

  • Pflanzen gießen: Viele Pflanzen mögen das weiche Regenwasser sogar lieber als Leitungswasser
  • Reinigung: Zum Beispiel, um Gartenmöbel, Fahrräder oder auch das Auto zu reinigen.
  • Im Haushalt: Mit geeigneten Anlagen kann Regenwasser etwa für Toilettenspülungen genutzt werden.

Nebenbei spart man auch noch Trinkwasser aus der Leitung – eine wertvolle Ressource.

Könnte man Regenwasser theoretisch trinken?

Mit der richtigen Aufbereitung wäre das theoretisch möglich. In manchen Regionen der Welt wird Regenwasser gesammelt, gefiltert und anschließend desinfiziert. Dafür braucht es aber spezielle Anlagen und mehrere Reinigungsschritte.

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