Elritze

ElritzeDas Verbreitungsgebiet der Elritze erstreckt sich über fast ganz Europa bis hin zu kleinen Teilen Asiens. Die der Karpfenfamilie angehörende Elritze gilt als Indiz für die Qualität des Wassers. Denn die in großen Schwärmen lebende Kleinfischart, benötigt klares und sauerstoffreiches Wasser. Sie besiedelt nicht nur Bäche und kleine Flüsse, sondern auch alle anderen Gewässertypen, wie beispielsweise (Gebirgs-)Seen, sofern die Wasserqualität stimmt. Schwindet die Wasserqualität, so verschwindet auch die Elritze. Bevorzugt lebt sie nahe der Wasseroberfläche. Die Elritze entfernt sich zumeist nicht weit von ihrem Versteckplatz (z. B. Steine, dichte Pflanzengruppen), sodass sie sich bei drohender Gefahr wieder dorthin zurückziehen kann.

Die Größe eines Männchens liegt bei ca. 7 bis 10 cm, die des Weibchens bei ca. 7 bis 14 cm. Durchschnittlich wiegt dieser Fisch fünf Gramm. Die Elritze besitzt einen lang gestreckten, im Querschnitt fast drehrunden Körper, der nur am Schwanzstiel etwas abflacht. Im Profil ist der mit zwei großen Augen versehene Kopf stark abgerundet. Je nach Vorkommen variiert die Färbung der sehr kleinen Schuppen stark. Der Rücken ist jedoch meist dunkelolive bis grau-grün, die Bauchseite weißlich. Die Flanken sind heller und schimmern silber. Zur Laichzeit zeichnet sich das Männchen durch ein farbenprächtiges Laichkleid aus, das von gelb, über grün bis zu orange-rot alle Stücke spielt. Am unterständigen Maul ist erkennbar, dass die Elritze ihre Nahrung vom Grund des Gewässers aufnimmt. Aber als Nahrung dienen nicht nur kleine Bodentiere, wie beispielsweise Insektenlarven und Kleinkrebse, sondern auch Anflugnahrung, also Luftinsekten an der Wasseroberfläche.

Die Fortpflanzung findet in der Zeit von April bis Juni statt. Die geschlechtsreife Elritze laicht in großen Schwärmen an flachen Stellen mit kiesigem Grund. Bietet das bewohnte Gewässer keine passende Laichmöglichkeit, wandert der Schwarm stromaufwärts. Die Weibchen legen im Durchschnitt 200 bis 1.000 leicht klebrige – ungefähr 1 bis 1,3 mm große – Eier ab, die sich an Steinen anhaften. Nach vier bis acht Tagen schlüpfen daraus Jungfische.

Schicksal: Labortier

Elritzen sind beliebt in Forschungslabors. An ihnen wurde bereits vieles, was heutzutage über die Sinnesleistungen der Fische bekannt ist, erforscht.

Quelle: fischlexikon.eu , aid-angelportal.de , kis.ktn.gv.at , angeltreff.org , fischlexikon.info , eyachfischer.de

Fische-Elritzen

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