Hochwasser

wolfgang-hasselmann-sqJ5mnQ7wmM-unsplash

Wie entsteht Hochwasser? 

1. Mehr Starkniederschläge und häufigere Extremwetterereignisse durch Klimawandel

Es regnet deutlich häufiger in Mitteleuropa. Die Durchschnittstemperaturen steigen. Warme Luft kann sehr viel mehr Wasser aufnehmen, sodass auch die potenziellen Niederschlagsmengen größer sind.

2. Verlust von Feuchtgebieten

Natürliche Überschwemmungsgebiete leisten in den Flussauen einen wichtigen Beitrag zum ökologischen Hochwasserschutz. Mehr als 80% aller Feuchtgebiete sind verschwunden. Feuchtgebiete werden für Ackerbau, Beweidung und Bauprojekte trockengelegt.

3. Flussbegradigung

Flüsse wurden durch Begradigungen und Staustufen „schneller“ gemacht. Deshalb rast das Wasser heute in den meisten Flüssen mit viel höherer Geschwindigkeit. Eine Hochwasserwelle erreicht also viel schneller mehr Gebiete.

4. Bodenversiegelung

Das Entwässern von Feuchtgebieten und die Bodenverdichtung auf landwirtschaftlichen Flächen vermindert die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu halten und Extreme zu dämpfen.

Wir versiegeln immer mehr Fläche. Wo Regenwasser nicht mehr im Boden versickern kann, fließt es rasch oberflächlich ab oder in die Kanalisation.

Frühlingshochwasser

Mit dem Frühling zeigt uns das Wasser so richtig, was es kann: Eis und Schnee schmelzen und füllen die Flüsse, die Erde wird wieder weicher, das Wasser nährt die Bäume und verleiht ihnen ihr frisches Grün. Doch die Schneeschmelze birgt auch potenzielle Gefahren: Der Wasserpegel steigt und kann in Verbindung mit Regenfällen oft zu Hochwasser führen.

Sprudelfacts „Hochwasser-Special“ mit Julia Lorenz

In unseren neuen Sprudelfact-Videos erklärt die Hochwasser-Expertin Julia Lorenz, wie Hochwasser entsteht, warum es gefährlich ist und welche Regionen besonders betroffen sind:

Schneeschmelze

Die Schneeschmelze ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig: Temperatur, Tageslänge, Höhenmeter, Hangneigung, … Hat es am Tag über mehrere Stunden hinweg mehr als 10 Grad, beginnt der Schmelzprozess. In den Alpen setzt die Schneeschmelze für gewöhnlich Mitte bis Ende April ein und dauert vier bis sechs Wochen. Im östlichen Flach- und Hügelland Österreichs beginnt die Schneeschmelze bereits Anfang bis Mitte März.

Ohne Schneeschmelze kein Trinkwasser!

Besonders wichtig ist die Schneeschmelze für unsere Grundwasserneubildung und damit für unsere Wasserversorgung. Unterdurchschnittlicher Niederschlag und ein schneearmer Winter können zu Engpässen bei der regionalen Wasserversorgung führen. Auch die Landwirtschaft ist abhängig von einer ausreichenden Schneeschmelze.

Für unser Ökosystem ist Hochwasser also nicht nur Fluch, sondern auch Segen. Was wären Auen ohne regelmäßige Überschwemmungen?

In Österreich wird viel in den Schutz vor Hochwasserschäden investiert. Auf der Gewässerkarte sind alle Bauprojekte und Bauvorhaben eingezeichnet. Auf www.hochwasserrisiko.at kannst du dich über die Gefahrenzonen informieren.

Alles über die Entstehung von Hochwasser wird auch in unserem Wissensflut-Video erklärt:

Skip to content